Zerstörung & Wiederaufbau


Am 11. März 1613 war im Hofhaus zur Twente an der Schweinestraße 5, der heutigen Marienstraße, ein Schadensfeuer ausgebrochen.Mit großer Geschwindigkeit hatte es wegen eines heftigen Südwestwindes die hölzernen Fachwerkhäuser, Scheunen und Ställe der Altstadt erfasst.

Zahlreiche Bürgerhäuser an Marienstraße, Heger Straße, Großer und Kleiner Gildewart, Bier- und Turmstraße, Marienkirche und Stadtwaage am Markt sowie das Dominikanerkloster, das Hasetor und die dortige Bischofsmühle fielen ihm zu Opfer.

Eine Tafel in der Marienkirche gibt noch heute davon Kunde:

„Ao. 1613 d. 11. Mart Sindt in dieser Stad durch verhangniß
Gottes 942 Häuser sampt dieser Kirch und Thurm verbrandt..."

Die Frage, ob auch der Vorgängerbau des Hauses an der Bierstraße 24 dieser Brandkatastrophe zum Opfer fiel, lässt sich heute nicht mit Gewissheit klären. Auffallend allerdings ist, dass die Häuser an der Bierstraße 7,13,14,15,17 und 19 bereits kurz nach dem Stadtbrand neu entstanden.

Auch das Nebenhaus des „Walhalla" an der Kleinen Gildewart 11 stammt aus dem Jahre 1616. Hat Meuschen um 1690 etwa ein noch bestehendes, vom Brande weitgehend verschontes Haus aus dem Jahre 1530, das bereits seit vier Generationen im Besitz seiner Familie war, wegen Baufälligkeit abreißen und durch einen Neubau auf dessen Grundmauern ersetzen lassen?

Das schwere Luftbombardement vom 13. September 1944 brachte für den Hotel- und Gaststättenbetrieb ein vorläufiges Aus. Osnabrücks schöne Altstadt sank in Trümmer.
Rathaus und Marienkirche, Domtürme und Bischöfliche Kanzlei, die Giebel- häuser des Marktes, die prachtvollen Fachwerkgiebel der Bierstraße, Große und Kleine Gildewart, die Adelshöfe in der Hakenstraße, das Geschäftsviertel zwischen Nikolaiort und Neumarkt wurden ein Raub der Flammen.

Brandbomben trafen auch das Dachgeschoss des „Walhalla", doch dank dem beherzten Einsatz mutiger Hausbewohner konnte das historische Kleinod gerettet werden.

Mit der Sanierung des Heger-Tor-Viertels in den Jahren 1974 bis 1976 brach eine neue Blütezeit der Osnabrücker Altstadt an. Hier wurden nicht nur Häuser renoviert und Altstadt-Romantik frisch aufge- putzt, hier entstand ein quicklebendiges Stadtviertel mit gemütlichen Gast- stätten und Altstadtkneipen, Antiquitätengeschäften, Modeboutiquen, Kunsthandlungen und Galerien.

Auch für das „ Walhalla" begann eine neue Ära, als im Jahre 1985 der Kaufmann Günter David die Häuser an der Bierstraße 24 und an der Kleinen Gildewart 12, ein ursprünglicher Schuppen des Hauses an der Bierstraße, erwarb.

In den Jahren 1985 bis 1986 wurden alle Räume sorgfältig und unter Beachtung der bestehenden Denkmalschutzvorschriften komplett saniert; der Beherbergungsbetrieb ruhte in dieser Zeit.

Es entstand ein Hotel mit 27 Zimmern in zeitgemäßem Komfort. Hotelgäste aus In- und Ausland schätzten bald die familiäre Gastlichkeit im anheimelnd historischen Rahmen und die Zimmernachfrage wurde immer größer.

1992 gelang es dann Günter David ein 200 Jahre altes Haus mit Garten an der Heger Straße 21 und ein weiteres Gebäude an der Kleinen Gildewart 10 zu erwerben und es entstanden die Neubauten, die von einem Biergarten umgeben waren. Die Bettenkapazität wurde nun von ursprünglich 27 Zimmern auf 66 Zimmer mit 100 Betten erhöht.

1993 übernahm Günter Davids Tochter Tanja Bernard die aktive Geschäfts- führung, seit 1995 leitet Sie gemeinsam mit Ihrem Ehemann Andreas Bernard das Hotel-Restaurant Walhalla und auf Grund stetiger Investitionen erleben Sie heute modernen Komfort in historischem Ambiente.

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